Wann waren die Entwicklungen in der Ernährung je so klar ablesbar? Immer mehr Menschen essen deutlich weniger Fleisch. Selbst die männliche Bevölkerung hält deutlich öfter nach pflanzlichen Produkten statt Fleisch Ausschau.

Alles gut? Nicht ganz

Im Moment finden sich aus der Massenproduktion – vor allem bei Discountern – günstige konventionelle Produkte. Deren Zutatenliste ist oft weder anziehend noch überzeugend, weil hier mit allen erdenklichen Binde- und Geschmackszutaten Fleisch, der Biss auf Fleisch und der Geschmack imitiert werden sollen.

Zugegeben, in Bioqualität und mit natürlichen Zutaten ist das schwieriger, aber es gelingt. Und deshalb wären jetzt entsprechende Bioprodukte dringend gesucht. Ausdrücklich sei an dieser Stelle vermerkt, dass die Herstellung von entsprechendem pflanzlichen Material in Bio alles andere als ein Sündenfall ist. Bioleute nutzen seit Jahrzehnten bereits alle Formen von in Extrusion aufbereitetem Soja pflanzliche Bolognaise und Vergleichbares. Und da nun – wie auch bei den pflanzlichen Drinks – der Wunsch vieler Verbraucher nicht nur Soja ist, wäre es eben auch gut, derlei Material auf Basis anderer Rohstoffe zu haben.
Die augenblickliche Mode ist Erbsenprotein, auch das wird in Bioqualität erst langsam verarbeitet. Andere Rohstoffe wie Sonnenblume und Hanf stehen in der Entwicklung immer noch an den Anfängen. Aber ohne solche Entwicklungen hinkt das Bioangebot hinterher.
Zusammen mit Foodexpertise wurden im Letzten Jahr dazu viele Tests gemacht, wie man auch unterschiedlichen Grundstoffen und ohne Geschmacksverstärker und künstliche Bindemittel vor allem sehr gut schmeckende Produkte hergestellt werden können. Es geht. Jetzt müssen solche Produkte vor allem vermehrt angeboten werden.