Die Zukunft der bisher eher deutschen Biowelt in einem weiteren Umfeld

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Die Zukunft der bisher eher deutschen Biowelt in einem weiteren Umfeld

Gewiß im Moment ist die Rede vom Welthandel gerade nicht so richtig populär, aber selbst, wenn er gerade mit seinen Freiräumen knirscht, heißt das ja noch lange nicht, dass es ihn nicht mehr gibt.

Da hilft vielleicht ein aktueller Seitenblick auf die Naturkosmetik, um zumindest die Benchmarks zu entdecken: Logocos bei Hannover wurde von Weltmarktführer l´Oreal übernommen und dazu bemerkte das Handelsblatt sehr treffend zu der Strategie dahinter: L’Oréal-Chef Jean-Paul Agon (hat) gerade erst in einem Interview mit dem Handelsblatt beschrieben hat: „Wir kaufen nie, um größer zu werden. Wir suchen gezielt kleine Marken in der Frühphase, die wir groß und global machen können.“ Ein führender Naturkosmetikplayer in Deutschland – im Weltmaßstab erst einmal eine „kleine Marke“. Gut, wenn man sich generell an die richtigen Dimensionen erinnert.

Im Foodbereich der Biounternehmen ist das vielleicht noch nicht ganz so offenkundig: Wessanen war mit seinen Übernahmen in Deutschland von Allos bis Tartex nicht so sichtbar erfolgreich ist aber etwa in Frankreich mit Bjorg mehr als dieses, Davert wurde erst unlängst von der schwedisch-dänischen Gruppe Midsona übernommen. ( Kaufpreis laut Midsona etwa 48,5 Millionen Euro ) Selbst ein so solider Player wie Hügli aus der Schweiz zog es vor, sich an eine größere Muttergesellschaft anzulehnen. Wohl bemerkt, dahinter steht keine Götterdämmerung, sondern dahinter stehen Chancen, deren Dimension eine kleine Branche wie die Biobranche erst noch verstehen muss. Gerade die derzeitige Situation der Landwirtschaft erinnert überdeutlich daran, dass allein nationale Planungen im Zeitalter des Klimawandels sehr schnell Makulatur werden können. Eine Branche wie die Biobranche, die mit ihren 5 bis 8 Prozent Marktbedeutung derzeit immer noch – und dies in Deutschland locker seit über zehn Jahren –  ein wesentliches Zuwachsschwungrad einer ansonsten stagnierenden Branche des Lebensmitteleinzelhandels darstellt, so ein Innovator muss wissen, woher er auf die Dauer seine Stärke nimmt. Die konzeptionelle Erneuerung durch die Innovationskraft von Start-Ups ist zwar gut, aber es braucht eben auch die Stärke von größeren Playern, die dem Ganzen ein Rückgrad sichert.

 

2018-08-13T11:04:53+00:00 02. August 2018|News|

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