AMI analysiert die Entwicklung von Fleischersatzprodukten für 2017 eher ernüchternd – aber ist das bereits eine Abkehr der Kunden vom Fleischersatz?

/AMI analysiert die Entwicklung von Fleischersatzprodukten für 2017 eher ernüchternd – aber ist das bereits eine Abkehr der Kunden vom Fleischersatz?

AMI analysiert die Entwicklung von Fleischersatzprodukten für 2017 eher ernüchternd – aber ist das bereits eine Abkehr der Kunden vom Fleischersatz?

Die Beobachtungen sind zweifellos interessant, aber wahrscheinlich nicht das letzte Wort, weil wir aus langjähriger Erfahrung mit vergleichbaren Daten, dass bereits wenige Produkte in diesem Bereich die Datenlage „drehen“ können. Woher stammt diese Einschätzung? Im Bereich Fleischersatz wird im Moment sehr viel an neuen Rohstoffen und daraus hergestellten und erst noch in Zukunft herstellbaren Produkten entwickelt. Dass wird die Qualität der Produkte – vor allem in Geschmack und Konsistenz bzw. Mundgefühl – entscheidend voranbringen und damit die Situation verändern. Insbesondere wird das wohl der Fall sein, wenn derartige Produkte nicht mehr allein oder überwiegend mit Soja oder Hühnereiweiss arbeiten. Die  Ansätze sind da. Es fragt sich allerdings, wann sie genau in den Markt kommen.

AMI analysiert damit logischerweise mit Zahlen und Produktparametern von 2017: „Fleischersatzprodukte ( und um es genauer zu sagen: die, die zuvor den Auswärtstrend markiert haben ) verlieren – bio und konventionel.l Nach den Boomjahren 2014 und 2015 ist der Verkauf von Bio-Fleischersatzprodukten schon im zweiten Jahr in Folge wieder zurückgegangen. 2016 war die große konventionelle Konkurrenz der Hauptgrund. 2017 dagegen ist der gesamte Trend zu Fleisch- und Milchalternativen weiter abgeflaut.

Fleischersatzprodukte sind in der Normalität angekommen. 22 % der Haushalte in Deutschland haben 2017 mindestens einmal Fleischersatzprodukte gekauft, 2 % weniger als noch 2016. Auch bei Bio-Fleischersatzprodukten ist die Käuferreich- weite um 1 % auf 12,5 % der Haushalte in Deutschland gesunken. In den Boomjahren haben viele Käufer Fleischersatz probiert, es sind aber nicht alle Käufer wieder zurückgekommen.

Bedeutendste Einkaufsstätte für Bio-Fleischersatz sind die „restlichen Einkaufsstätten“, zu denen in dieser Betrachtung alle Einkaufsstätten außerhalb des LEH, also auch der Naturkosthandel, zählen. Sie verlieren zwar Anteile, verkaufen aber 42 % der Produkte. Die Discounter folgen mit 29 % Marktanteil, und die Vollsortimenter mit 22 %. Bei der konventionellen Ware haben die Vollsortimenter mit 40 % die Nase vorn, und die Discounter folgen mit 34 % Marktanteil.

Tofu ist bedeutendster Bio-Fleischer-satz
Gut die Hälfte der Bio-Fleischersatzprodukte sind „sonstige Fleischersatzprodukte“, also nicht fleischanaloge Produkte. Bei konventionellem Fleischersatz spielen die fleischanalogen Produkte mit 93 % Mengenanteil die überaus dominante Rolle. „Wurst aufs Brot“ mit 30 % Mengen-

anteil und Schnitzel mit 18 % sind hier die bedeutendsten Artikel. Bei Bio-Fleischersatz kommen vor allem „Gehacktes/Bolognese“ und „Würstchen“ mit jeweils 20 % Mengenanteil zum Zuge. Das ursprüngliche Basisprodukt Tofu wird dagegen fast immer in Bio-Qualität angeboten und ist auch im Handel fast ausschließlich als Bio-Produkt zu haben.

Interessante Preisstellung im Handel

Über alle Produktgruppen im Fleischersatz fällt ein Phänomen auf: Konventionelle Produkte waren häufig teurer als vergleichbare Bio-Produkte. Bei konventionellen Produkten handelt es sich durchweg um Markenware, die entsprechend hochpreisig positioniert ist. Nur bei den beiden wichtigsten konventionellen Produkten „Wurst aufs Brot“ und „Schnitzel/Steak…“ liegt der Preis der konventionellen Ware unter dem Bio-Preis. „

 

2018-05-31T10:45:54+00:00 31. Mai 2018|News|

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