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Heimische Bio-Sonderkulturen gesucht:Naturland Marktgesellschaft sieht großes Potential für regionale Öl- und Hülsenfrüchte

3. August 2017 - 18:40 -- Dr. Klaus-Jürge...

Tausende tellergroße Sonnenblumen schauen Bernhard Schreyer von seinen Feldern an. 40 Hektar baut der Landwirt aus Obbach in Unterfranken in diesem Jahr im Vertragsanbau an. Er war einer der ersten von inzwischen 30 Naturland Erzeugern, der Schälsonnenblumen in Deutschland für heimische Verarbeiter anbaut. Liane Regner von der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG, der größten deutschen Bio-Erzeugergemeinschaft, leitet den Bereich Sonderkulturen. Sie steht im regelmäßigen Kontakt mit den Vertragslandwirten und besucht sie auch vor Ort. 

Bernhard Schreyer freut sich über die Möglichkeit, die Fruchtfolge seines reinen Naturland-Ackerbaubetriebs mit Sonderkulturen aufzulockern. Neben Sonnenblumen gehören auch Kichererbsen und Emmer dazu. „Die Sonnenblume verlängert die Saison. Wenn das Getreide geerntet wird, blüht sie und es macht mir Freude, sie zu sehen“, freut sich Schreyer. Er ist seit fünf Jahren im Projekt dabei und hat sehr gute Erfahrungen gemacht. Doch er rät jedem Neueinsteiger Sonderkulturen nur im Vertragsanbau zu erzeugen. „Die Verarbeiter suchen besondere Sorten und Qualitäten. Hier sollte man nicht einfach auf gut Glück anbauen.“

Liane Regner ist für dieses Jahr zufrieden, sieht aber weiterhin großes Potential für den wachsenden Nischenmarkt der Sonderkulturen. Raps, Sonnenblumen, Öllein, Soja, Linsen, Kichererbsen, Quinoa, Kümmel und Koriander seien unter anderem besonders gefragt. „Aber nur in gewissen Mengen“, gibt die Expertin zu bedenken, da der Markt klein sei. Sie fügt hinzu: „Immer mehr deutsche Verarbeiter setzen auf heimische Herkunft. Nicht nur weil es die Verbraucher wünschen, sondern auch weil es ihre Qualitätssicherung vereinfacht.“ 

Wer Interesse am Anbau von Sonderkulturen hat, erhält neben der richtigen Sortenempfehlung auch eine umfassende Beratung durch die Marktgesellschaft der Naturland Bauern und die Naturland Fachberatung. Wer jetzt noch Öko-Raps anbauen möchte, sollte sich schnell entscheiden. Generell ist es sicher eine gute Sache, dass der Gedanke der einheimischen Fruchtfolge durch diese Überlegungen erweitert wird und damit auch bei Kulturen, die heute immer mehr gesucht sind ein einheimisches Angebot entsteht. Und gut ist es sicher auch, dass Naturland hier durch landwirtschaftliches Wissen unterstützen kann.

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