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Zukunftskonferenz Food veranstaltet vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Privaten Universität Witten/Herdecke

3. März 2016 - 8:58 -- Dr. Klaus-Jürge...

Zum jährlichen Termin in Witten kam auch 2016 eine beachtliche Auswahl von Entscheidern deutscher Lebensmittel-Hersteller von Agrarfrost bis Söbbeke und von Develey bis zur Teutoburger Ölmühle und die meisten unter ihnen auditiert nach den dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften Food“, also Unternehmen, die das Thema Nachhaltigkeit für sich als mehr als nur ein Lippenbekenntnis erachten. Das erklärt Michael Durach für sein Unternehmen Develey sehr klar. „Wir machen das in erster Linie für uns.“ Das heißt nicht als Marketingveranstaltung, die sich gleich an irgendeine Öffentlichkeit wendet. Auch die Leiter des Instituts, Dr. Geßner und Dr. Kölle legen eher Wert auf Kompetenzentwicklung, auf Werteorientierung, betonen aber auch die Notwendigkeit von Mut und Innovationsbereitschaft an der richtigen Stelle.

 

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein hervorragender Arbeitsbegriff, aber eben auch im Kontext ganz normaler Lebensmittelkunden nicht so einfach zu vermitteln. Rewe-Kaufmann Stefan Lenk würde das denn auch am liebsten einfach mit Plakaten wie „regional“ und „saisonal“ übersetzen, weiß aber auch, dass er damit eben längst nicht alles beschreiben kann. Er stellte sich dem deshalb auch in der Praxis.

 

Das ZNU machte gemeinsam mit dem selbständigen Rewe-Kaufmann Stefan Lenk ein Pilotprojekt in drei ausgewählten Lenk-Standorten im Ruhrgebiet. Im Rahmen von Nachhaltigkeitsinseln wurden ausschließlich Produkte von Unternehmen angeboten, die sich erfolgreich von unabhängigen Zertifizierungsgesellschaften nach dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften Food“ haben auditieren lassen. Unternehmen wie Agrarfrost, Ritter Sport oder Söbbeke setzten die Aktion mit Nachhaltigkeitsinseln und unter anderem durch Extra-Aufsteller um. Die Zahlen der Bon-Analysen belegen einen 100-prozentigen Umsatzzuwachs der meisten der beteiligten Produkte und dies bei regulärem Preis. Produkte aus anderen Teilbranchen haben vergleichbare Erfolgszahlen im Rahmen des beschriebenen Projektes vorzuweisen. Für Herrn Lenk Motivation genug, „die sehr erfolgreiche Aktion im ersten Halbjahr 2016 zu wiederholen und dies in all unseren 9 Filialen“  Lenk spricht von „Umsatzsteigerung durch Information“ und ist sich dabei durchaus bewusst, dass dies eben Anstrengungen von beiden Seiten, vom Handel und von den Herstellern verlangt. Kaufmann Friedhelm Dornseifer definiert sein Engagement klar „Regionalität ist Vertrauen und Glaubwürdigkeit“. Ihm wäre wohler, wenn man für Nachhaltigkeit einen einfacheren Begriff fände, der leichter verständlich zu machen ist. Einig waren sich die Kaufleute darin, dass es aktuell wichtig ist, das eigene Personal in den Märkten zu schulen, damit sie in Ernährungsfragen mit den heute schon sehr aufgeklärten und interessierten Verbrauchern mithalten können.

 

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