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Zukunftsperspektiven: Was möchten die Deutschen essen und wie essen sie wirklich?

7. Januar 2017 - 6:46 -- Dr. Klaus-Jürge...

Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat das Bundesland-wirtschaftsministerium dazu seine Analyse vorgelegt: Trends wie vegan, glutenfrei und lactosefrei werden uns wohl auch 2017 begleiten. Bio kommt in Deutschland wohl eher aus dem Supermarkt als aus Biomärkten. Auf dem Einstellungssektor hat sich nicht viel verändert. Wirklich auf Fleisch verzichten will man auch nicht – im Gegenteil: mit 53% ist Fleisch das Lieblingsessen, gefolgt von Nudeln mit 38 %, Gemüse mit 20, Fisch mit 16 und Geflügel mit 13 %. Soweit die Wünsche. Was vielleicht deutlicher ist: Trotz aller Kochsendungen und Kochbücher: Fertiggerichte und Convenience werden immer gefragter. Weniger Zeit für die Essensvorbereitung. Hier wird ein wesentlicher Teil der Zukunft entschieden. Man wird sich diesem Wunsch auch bei den Absendern für bewusst gesunde Ernährung nicht verschließen können: Gesunde Fertiggerichte, Fertiggerichte ohne minderwertige Zutaten, also schnell und trotzdem noch von der Zutatenqualität vertretbar, das wird eine Herausforderung für die Zukunft.

So wie die Entwicklung des künftigen Einkaufs von Bioprodukten nicht daran hängen kann, dass sie vorwiegend im Bioladengekauft werden, so wird gesundes Essen nicht allein daran hängen, dass die Menschen selbst kochen. Da lohnt immer ein Seitenblick auf die französischern Nachbarn: dort hat man trotz aller Liebe zu gutem Geschmack immer schon Verständnis dafür, dass es gute Lebensmittel auch fertig geben darf. Nur dann sind die eben auch hochwertig. Und ganz nebenbei lernt man dort auch, wie moderne Biomärkte es schaffen, den Supermarktketten gegenüber attraktiv zu bleiben.

Da lugt es immer wieder hervor: der Hang zu den günstigen Preisen. In den Laufzonen der französischern Supermärkte – vor allem in den städtischen Zentren – findet man ein ebenso leckeres wie für die Ernährung qualitativ vertretbares Fertigangebot. Den deutschen Weg dahin wird man noch finden müssen.

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