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Schon wieder: Die Biozentrale wird erneut verkauft. Die einstigen Hoffnungen, die auf KTG Agrar gesetzt wurden, haben sich zerschlagen

25. Juli 2016 - 17:03 -- Dr. Klaus-Jürge...

Es war zu befürchten. Im Zuge der Insolvenz der Muttergesellschaft kann nun auch die Biozentrale nicht in der bisherigen Form erhalten werden. Der Verkauf ist keine Überraschung mehr und wurde von Insidern bereits vorausgesehen. Entsprechend nüchtern die auf der  Website mitgeteilte Wahrheit:

"Die KTG Agrar SE, Hamburg, (ISIN: DE000A0DN1J4) gibt bekannt, dass sie sich im Zuge der Restrukturierung und Sanierung von ihrer Beteiligung an der Bio-Zentrale Naturprodukte GmbH trennt. Hierzu wurde am 22. Juli 2016, um 16:05 Uhr ein notarieller Kaufvertrag mit einem strategischen Investor abgeschlossen. Der Kaufpreis liegt im einstelligen Millionenbereich. Der vom Amtsgericht Hamburg bestellte vorläufige Sachwalter und der vorläufige Gläubigerausschuss hatten dem Beteiligungsverkauf zuvor zugestimmt. Der Erwerber wird die eingeschlagene Wachstumsstrategie der Bio-Zentrale, der Vermarktung  und Produktion von Lebensmitteln aus kontrolliert-biologischer Landwirtschaft, weiter forcieren. Die Veräußerung der Beteiligung ist ein erster Schritt auf dem vom Vorstand beschlossenen Weg der Fokussierung auf das Kerngeschäft, dem ökologischen und konventionellen Anbau von Marktfrüchten und der Belieferung des Energiesektors."

Erinnern wir uns. Vor gut drei Jahren hieß es, dass KTG Agrar der Biozentrale eine neue Perspektive geben würde, nachdem das Zuckerunternehmen Pfeiffer & Langen sich von der als defizitär eingeschätzten Biozentrale getrennt hat. Damit trägt dieser Vorgang des erneuten Verkaufs auch dazu bei, dass ein wichtiges Kapitel der Bio-Markengeschichte immer bessere Chancen hat, bald selbst Geschichte zu werden. Die Rolle, die die Biozentrale einst als stolzer Biopionier eingenommen hat, wird man unter diesen Umständen wohl kaum weiterentwickeln können. Sicher, die Teile, in denen die Biozentrale als Produzent agiert,  sind weiterhin sinnvoll - aber die Rolle eines großen und umfassenden Markenanbieters ist heute immer weniger gefragt.

 
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