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Die Schweiz: ein Bio-Musterland, aber auch irgendwie eine Art Insel mit eigenen Gesetzen

4. April 2017 - 14:09 -- Dr. Klaus-Jürge...

Wenn man die neuen Erfolgsmeldungen liest, dann ist zumindest ein Bioanteil von über 8% so eine Art Traum:

"Der Umsatz mit Biolebensmitteln in der Schweiz steigt weiter. Mit einer Zunahme von 7,8% auf 2,505 Milliarden Franken wurde im Jahr 2016 ein neuer Rekord erreicht.

Die Knospe ist die bekannteste unabhängige Biomarke der Schweiz. 87% der Konsumenten in der Schweiz kennen sie und halten sie für sehr vertrauenswürdig und garantiert bio. Die Konsumenten in der Schweiz geben weltweit am meisten Geld für Bioprodukte aus: Der Pro-Kopf-Konsum beträgt 299 Franken. Coop und Migros erzielen drei Viertel des Bio-Umsatzes, der Bio-Fachhandel hält sich auf dem dritten Platz.

Mengenmässig am häufigsten importiert wurden 2016 Getreide, Hülsenfrüchte und frische Früchte. Spitzenreiter unter den Ländern, aus denen Knospe-Ware importiert wurde, waren Deutschland, Österreich und Italien.

2016 ist der Anteil Biolebensmittel am gesamten Lebensmittelmarkt erneut stark gestiegen und liegt nun bei 8,4%. Besonders erfreulich ist die überdurchschnittliche Entwicklung der Westschweiz. Sie erzielte das grösste Marktanteilswachstum und liegt mit 8,0% nun fast auf dem Niveau der Deutschschweiz. Dies spiegelt sich auch im Umsatzwachstum, das mit 14,7% deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Das wichtigste Segment sind mit einem Umsatz von 1,250 Milliarden Franken nach wie vor die Frischprodukte. Die grössten Marktanteile erzielen Eier mit 25,5%, gefolgt von Gemüse mit 21,2% und Frischbrot mit 20,7%.

Die grössten Umsatzträger im Biomarkt bleiben die Milchprodukte, die zusammen mit dem Käse 314,4 Millionen Franken Umsatz ausmachen. Fertig- oder vorverpackte Waren zeigten ein überdurchschnittliches Wachstum und beweisen damit ihre Wichtigkeit bei den Biokonsumenten. Gemüse und Früchte sind bei den Konsumenten am beliebtesten und werden am häufigsten gekauft.  Die Preise für Produzenten bei Obst, Gemüse, Kräutern und Kartoffeln konnten auf Vorjahresniveau gehalten werden."

Ein Niveau, das man sich außerhalb der Schweiz im Moment noch schwer vorstellen kann und in seiner Unvergleichlichkeit auch wieder stark an den starken Schweizer Franken gebunden ist. 

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